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Das Ganze der Ananaszucht oder die verschiedenen Arten wie man Ananas gezogen hat und noch ziehet, von der ersten Einführung dieser Frucht in Europa bis zu den neuesten Verbesserungen in der Cultur derselben
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und wird cs noch ferner gebe», welche hierüber ver-schiedener Meinung sind. Ich gebe hier die meinige,welche sich auf Erfahrung gründet, daß nämlichnicht die geringste Gefahr dabei zu fürchten ist,wenn man die Pflanzen im Winter, oder zu irgendeiner Zeit im Jahre, reichlich über die Blätter be-gießt, vorausgesetzt, daß das Lohbeet und die Luftim Hause in genügsamer Hitze erhalten werden.Aber wohl gemerkt, ich empfehle das Begießen derAnanasblätter im Winter nicht als allgemeine Re-gel, sondern nur wenn es nothwendig ist, um diePflanzen von Jnsecten und Schmutz zu befreien;dann muß eine lebhafte Warme im Hause unterhal-ten werden, nicht niedriger als 70 Grad (17° nachReaumur) des Morgens, mit welcher man im Laufedes Tages bis zu 85 oder 90° (26^- bis 26°nach R.) steigt."

Es ist wirklich augenscheinlich, daß einigender fähigsten Schriftsteller über die Cultur der Ana-nas, diejenige Erfahrung abgieng, welche nur durchdie Praxis erlangt werden kann. Sie haben be-hauptet, es sey unmöglich, die Ananaspflanze in ei-nem strengen Winter ohne Hülfe des Feuers durch-zubringen. Sinnreiche ausübende Gärtner haben esaber mit Gewißheit dargethan, daß die Ananaspflan-zen nur eine mäßige Wärme des Lohbeets verlan-gen, in welches die Töpfe mit den Pflanzen gesetztwerden müssen, und eine mittlere Lustwarme vonungefähr 60 Graden (12Z-° nach R.) um sie imstrengsten Winter Englands zu erhalten^). Diese

5) Da wegen der Nahe des Meeres, das Klima von Eng-lang sehr gemäßigt und der Winter daselbst weniger kalt ist,als in den meisten südlicher gelegenen Ländern des ContincntS,so wird für Deutschland ein höherer als der oben angegebeneWarincgrad nöthig seyn. D. Ucbers.