— 62 —
VII.
Cultur der Ananas von Jacob M'Phail, Gärtner des letztver-storbenen Grasen von Liverpool, zu Addiscombe in Survey,von 1733 bis 1308.
M'Phail wurde zu seiner Zeit für einen derersten Ananas-Gärtner in England gehalten; er zogseine Pflanzen und Früchte hauptsachlich in Gruben;die Töpfe in Lohe versenkt, und die Lohe von einerzum Theil hohlen Mauer nach seiner Erfindung um-geben, und durch Umsätze von Dünger geheizt. Erzog jedoch auch Ananas in größern Gebäuden.
Form des Hauses. Auf die Einrichtungdesselben legt dieser Gärtner kein großes Gewicht.Won Treibhausern wo, nach Speechly's Art, nebenden Ananas auch Weintrauben gezogen werden, sagter: „Ich halte es für gut, dieselben in mehrerenAbtheilungen, ungefähr vierzig Fuß lang und sechs-zehn Fuß breit, anzulegen; die Hintcrmauer drei-zehn Fuß und die Vordcrmauer neun Fuß hoch,von der jedoch die obern vier Fuß aus Schiebfen-stern bestehen. Nach diesen Maaßen wird der Ab-hang des Daches vier Fuß betragen, oder ungefährdrei Zoll auf den Fuß. Die Grube muß mit ei-nem Fußweg umgeben seyn, hinten vier Fuß höherals vorn; die Wege auf den Seiten müssen alsoStufen haben. Die Feuerstellc hat ihren Platz inder Hintermauer und erhält von dem anstoßendenSchuppen Schutz; der Heizkanal ist inwendig ringsherum geführt, von der Feuerstellc anfangend gehter an der schmalen Seite guer hervor, lauft längsder Vordermauer hin, zwischen welcher und demKanal ein leerer Raum vier bis fünf Zolle breitbleibt, damit sich die Wärme desto freier verbreitenkann, und daß die Wurzeln und Stängel der am