— 66 —
von der Stelle zu nehmen, daß man die zwischenden Töpfen befindliche Lohe, so tief als möglich,wegräumt und mit frischer ersetzt. — Dieser Me-thode bedienen sich Einige auch schon früher imJahre.
Zu dieser Jahreszeit verlangen die Pflanzeneine sanfte, lebhafte Bodenwärme; und so oft esdie Witterung nur erlaubt, muß reichlich Lust indas Treibhaus gelassen werden; Mangel an hin-länglicher Luft würde machen, daß die Fruchtstan-gel schwach werden und spindlich wachsen, woraufdie Früchte nie ihre gehörige Größe erreichen.
So wie Frucht und Schößlinge an Größe zu-nehmen, verlangen die Pflanzen reichlich Wasser zurNahrung, welches man ihnen wenigstens zwei Mal,zuweilen auch drei Mal in der Woche giebt; dochnicht zu viel auf ein Mal, es ist besser ihnen aufein Mal weniger zu geben, und dies öfterer zuwiederholen.
Stäbe zur Unterstützung der Frucht sind anzu-schaffen ehe dieselbe zu groß wird; und beim An-binden derselben hat man darauf Acht zu geben,daß das Band nicht zu fest gebunden, sondern zurVergrößerung der Frucht hinlänglicher Raum ge-lassen wird.
Wenn die Schößlinge ungefähr die Länge einesFußes erreicht haben, so müssen sie auf die beschrie-bene Art abgenommen werden; und von der Zeitan wird die Frucht sehr geschwind an Größe zu-nehmen. So bald die Frucht ihre völlige Größeerreicht hat, muß das Begießen solcher Fruchtpflan-zen aufhören; es ist aber nur zu gewöhnlich, daßmit dem Begießen zu lange fortgefahren wird, weilman die möglichst größte Frucht erlangen will, wo-