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Das Ganze der Ananaszucht oder die verschiedenen Arten wie man Ananas gezogen hat und noch ziehet, von der ersten Einführung dieser Frucht in Europa bis zu den neuesten Verbesserungen in der Cultur derselben
Entstehung
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von sey. In Italien ist die Lust, die meiste Zeitdes Jahres, viel trockner als im nördlichen Europa;in Frankreich und Deutschland ist die Lust ebenfallstrockner als in Holland, Bn'ttannieii und Rußland;^ und vielleicht kann dieser Unterschied in der atmos-phärischen Feuchtigkeit so wie die zu starke Hitzedes Nachts den Unterschied in der Farbe der Blät-ter bei den Ananas- und andern Pflanzen, welchein Frankreich und Italien unter Glas gehalten wer-den, einigermaßen erklären.

Auch zu Rom, Florenz und Genua werdeneinige Ananas gezogen; sie sind aber nicht viel bes-ser als die in Portici. Die meisten und schönstenPflanzen und Früchte, die wir in Italien sahen,waren in den Gärten des Vicckvnigs zu Monza,bei Mailand, unter der Aufsicht eines sehr erfahr-nen italienischen Gärtners Hrn. Luigi Vilaresi, Zög-lings des Professors Thouin zu Paris. Die Behand-lungsart ist in jeder Hinsicht die holländische; diePflanzen werden in Mistbeeten aufgezogen, zuweilenauch während ein oder zwei Sommermonaten in derfreien Luft; die Frucht wird nachher in großen Erd-häusern, mit einem Weg an der Hintermauer, ge-trieben, und wenn mehrere Pflanzen Früchte ansetzenals man braucht, so werden sie dadurch aufgehal-ten, daß man sie ohne Lohe in eine Abtheilung desErdhauses setzt, wo sie des Tags überflüssig Luftaber kein Wasser bekommen. Die dortigen Pflan-zen waren groß und langblättrig, aber doch nichtso grün und stämmig als in England, und die Fruchtschien nicht mehr als ein und ein halb oder zweiPfund zu wiegen. Eingezogener Erkundigung nach,wurde in den Erdhausern des Nachts nie Lust ge-geben.