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der Provinz Santa Croce, in Brasilien, nach West-indien, und dann nach Ostindien und China ge-schickt worden sey. Persoon-'halt sie für eine Be-wohnerin Südamerika's; und Baron Humboldt undPrinz Maximilian von Neuwied, fanden sie in Ca-raccas in Brasilien.
Auf welchem Wege auch die Ananas von Süd-amerika nach Westindien eingeführt wurde, so ist siedoch auf diesen Inseln, besonders in Jamaica, schonseit undenklichen Zeiten cultivirt worden. Gemeinig-lich glaubt man in diesen Landern, daß sie dortwild wachse; aber nach den besten Nachrichten, diewir einzusammeln im Stande waren, wird die wah-re Ananas dort nur in Gärten oder auf Feldern,welche mit dem Spaten bearbeitet werden, ange-bauet, wie bei uns der Kohl, und bringt ihre Fruchtin Zeit von fünfzehn bis achtzehn Monaten nachdem Einpflanzen der Krone. Das gewöhnliche Ge-wicht der Frucht ist von einem halben bis zu dreiPfund; und es giebt deren vorzüglich in der trock-nen Jahreszeit in Ueberfluß. In der Regenzeit,welche dort beinahe die Hälfte des Jahres überdauert, sind reife Ananas in den Gärten von Ja-maica seltner als in den Warmhäusern Englands.
In der Nähe von Calcutta wird sie auf die-selbe Art gezogen wie in Jamaica, und soll, wennsie durch eine Wässcrungs-Anstalt reichlich mit Was-ser versehen wird, am ersten Orte eine außerordent-liche Größe erlangen und fast das ganze Jahr überzu haben seyn.
Die ersten Versuche, die Ananas in Europa zuziehen, scheinen gegen das Ende des siebzehnten Jahr-hunderts von Le Cour (oder La Court, wie Collin-son schreibt) einem reichen flamländischen Kaufmann,der zu Drieocck in der Nähe von Leyden einen