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Auslegung Vieler, welche so dunkel stnv in ihrer Schrift-auslegung, nicht irre führen lassen, indem sie wohl durchihren Wortnebel anzeigen, daß sie nicht zum rechte»Sinne eingedrungen sind. Paulus will die Gläubigenermahnen, daß sie sich nicht an die äußerlichen Dingehalten, und nicht vermeinen, daß man durch dieselbenohne Acnderung des sündlicheu Leben s selig werde; undso nimmt er sich selbst als Beispiel, daß er oft solchesgethan habe, was er seinetwegen nicht bedurft hätte:aber um Anderer willen habe er alle Dinge erleidenmögen. Sodann nimmt er die Alten als Beispiel, anwelchen alle Pflichtzeicheu der Christen eben so wohlsollendet gewesen seien, als bei uns Taufe und Abend-mahl; dennoch haben Viele unter ihnen Gott nicht ge-fallen, sondern seien um ihrer Sünde willen in derWüste zerstreut worden. Wie sind sie aber getauft?Unter der Wolke und im Meere, das heißt, dieses istein Sinnbild von unserer Taufe gewesen. Der Sinnist also folgender: Ihr möchtet wähnen, weil ihr ge-tauft worden und die sinnbildliche Speise der Danksa-gung genossen habet, so werdet ihr selig. Dem ist nichtalso. Denn unsere Väter haben eben so wohl diese Zei-chen gehabt, als wir; den» wie wir in den Pflichtzei-chen der Taufe und des Abendmahls uns befinden, alsosind auch sie unter der Wolke und durch das Meer ge-wandelt; sind auch sie vom Himmel herab gespeist, wieeure Seelen durch Christum Zuversicht und Trost erhal-ten, in Folge welcher Tröstung ihr hernach das heiligeFest der Wiedergedächtniß haltet; — dennoch sind sieum ihrer Missethat willen von Gott gestraft worden.