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soll man sie nicht taufen. Von wie Vielen sehen wir,die von Johannes, von Christo, von den Aposteln ge-rauft worden sind, daß sie den Glauben nicht gehabthaben, wie vorher aus dem Lucas vernommen worden?Darum ist dieser falsche Vorwand, daß die Kinder denheiligen Geist nicht haben, eitel und närrisch; denn werhat uns gesagt, wie Gott in ihnen wohne, oder wanncr seine Gaben, die er uns gibt, in uns pflanze: obim Mutterlcibe, in der Jugend, oder im Alter? Jere-mias ist im Mutterlcibe gehciliget worden. Johannesder Täufer hat unseren Erlöser mit größerer Freudeim Mutterleibe erkannt, als wir, wenn wir groß sind.Phares und Sara, Jacob und Esau haben währendder Geburt mit einander gestritten. Wer hat aber die-ses gcthan? Nicht sie, sondern Gott. Was bedarf esdenn der frevelhaften Rede, wie sie einer im Gesprächeführte: Die Kinder haben den Geist nicht; er wolleauch beweisen, daß sie ihn nicht haben können. Siehe,dahin führt uns der Zank. „Ich will Gott wirken las-„sen, wie und wann cr will, 1. Cor. XII. 6.
In der Apostelgeschichte spricht Jesus, I. 5: „Jo-hannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet getauft„werden mit dem heiligen Geiste, nicht lange nach die-„ sen Tagen. " Siehe, womit haben die Junger getauft,wenn die Schrift fort und fort nur die Taufe Johannishervorhebt? Wahrlich, sie haben nicht mit dem heiligenGeiste getauft, denn dieses thut allein Gott; somit ha-ben sie nicht anders getauft als der heilige Johannes,nämlich, nichts Anderes verliehen, als die Belehrungund das Wasser, d. i. die äußerliche Taufe. So muß