17
haben Nichts an der Taufe vermöge», als das äußer-liche Lehren und Angießen. Und es ist darum der Streit,den wir zu dieser Zeit wegen der Kindertaufe haben,allein in Betreff der Wassertaufc, ob man sie taufen könne,ehe sie belehrt sind, oder nicht; denn die Taufe des Gei-stes kann Niemand als Gott verleihen. Darum sprichtChristus von Stund an: „aber ihr werdet mit dem heil.Geiste getauft werden. " Das bedeutet das innere Leh-ren,Ziehen, an Gott Befestigen. Und Christus redetnicht das Wort deßwegen, als verwerfe er die TaufeJohannis; denn die äußerliche Taufe des Johannes, Christiund seiner Jünger ist ein und dieselbe Taufe, wie Die-ses hernach sich finden wird; sondern wie Christus vonder Taufe des Johannes spricht, also kann man vonallen Mcnschentanfen sagen. Petrus, Paulus, Jako-bus haben nur mit Wasser oder mit äußerer Lehre ge-tauft, denn sie konnten mit dem Geiste nicht taufen,sondernder einige Gott tauft mit seinem Geiste, wie,w e n und wann er will. Zum Dritten zeigt die Lehreder Apostel und ihre Taufe an, daß die Taufe für dasäußere Lehren und Taufen genommen wird, wie Johan-nes selbst spricht, Joh. I. 16: „Ich taufe mit Wasser/"Nun taufte Johannes nicht allein mit Wasser, sonderner verband auch damit die Belehrung; weil aber seineLehre, sowie auch die der Apostel, allein äußerlich ge-schah, und sie damit nicht die Herzen zu ziehen vermoch-ten, war sie, sofern sie von ihnen abhing, sowohl einäußerlich Ding, als das Wasserangicßen oder Bespren-gen. Darum spricht er selbst: „Ich taufe mit Wasser"; .und lehret nicht weniger, als er taufet, wie er gleich