remen Anschauung zu folgen; wer mir unreinem Ge-müthc und mit unl'efestigtem Geiste ihr sich nabet, wirdvon ihren Strahlen so geblendet, daß er tiefer als jesich in Dunkelheiten verirrt. So erging es auch Vie-len, die sich zum Lichte der Reformatio» hingewendethatten. Durch Ruhmbegierde oder Leidenschaft, wohlauch durch eine fehlerhafte Halbbildung verleitet, grif-fen sie in ihrer Verblendung nach Nebeudingen undverfochten dieselbe» mit jener dunkeln Schwarmerwnth,die so viel Verderbliches, ja Gräuliches auf dem Ge-biete religiöser und politischer Eutwickelung gewirkt hat.Das dunkle und unordentliche Wesen der Wiedertäufer,das, wie Pilze auf schattig-feuchtem Grunde, ni sovielfach verderblicher Gestalt im Leben aufging, riefdie Reformatoren zu neuer Arbeit und zu neuemKampfe. Aber auch in diesem Kampfe bewährte Zwingt,seine schöne christliche Ruhe und Milde, die das Gutenur durch gute Mittel vertheidigcn und fördern will.Die Wahrheit muß durch eigene Kraft und Würdewirken, und wehe uns, wenn wir in unserm beschränk-ten Sinne die Waffen unserer Leidenschaft ihr aufdrin-gen wollen! — Die religiöse, erziehende Bedeutung derTaufe nach ihrer Begründung in der heiligen Schriftstellt Zwingst bestimmt und fest dar, und ermißt dieNichtigkeit der Behauptungen der Wiedertäufer in die-
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