7l
s) Wilhelm Roubi war Pfarrer zu Wiedikon, Brötlein zuZollikon, Stumpf zu Höngg, Hubmeycr zu Waldshut.
Im Jahre 1521 hielten Weltliche und Geistliche heimlicheVersammlungen, um sich zu berathcn, wie sie Zwingst auf alleWeise um Kredit bringen, ihm Verdruß machen und ihn fällenkönnen. Dies vermochte ihn, auf Abdankung zu denken. Auch diepäbstliche Pension quälte ihn. Deßwegcn wollte er die Stelle inZürich aufgeben, weil er von dem Einkommen derselben nicht lebenkonnte. Pfarrer Engelhart bei Frauenmünster befreite ihn vondieser Sorge durch die Abtretung seiner Stiftspfründe an Zwingls
") In der Ordnung für das Stift am großen Münster heißteS i „ Dieweil der Geistlichen eine große Zahl ist , die da müßiggehen,und aber die Frucht der Güter genießen, die aber viel besser ange-wendet werden könnten, so bedünkt uns, es sei besser, daß dieZahl der Priester und Geistlichen abnehme und gemindert werde,was man auch mit gutem Gewissen wohl thun kann! nicht mehrPersonen halte, als die zum Gottesworte und anderem christlichenGebrauch nothwendig sein werden, also und dergestalt, daß mandie Personen, so angenommen sind auf Chorherren - und sonstigenPfründen, wie bisher gepflogen, bleiben und, sofern sie sich gebühr»lich halten, im Frieden absterben lasse, und keinen Andern an ihrerStatt nehme bis aus eine Zahl, wie man mit der Zeit zu beidenSeilen räthig wird; und derselben Abgestorbenen Pfründe, inögensie in der Stadt Zürich oder Probsts und Kapitels Gebiete lediggeworden, soll man verwenden an die nachbestimmten christlichenund Nützlichen Ordnungen und Gebräuche."
'2) So geschah es in Zürich, wie aus der Ordnung des Stiftszum großen Münster ersehen wird: „Und wenn solche obbezeichnetePfründe, Aemter und Ordnung ehrlich und geziemend versehen sind,so soll man, was darüber von Zehnten, Zinsen und Gülten fällt,den Dürftigen im Spitale und den hausarmen Leuten, die in denGegenden der Zehnten sich niedergelassen, nach Gestalt ihres We-sens zu Hülfe reichen."
'2) In der Ordnung des Stiftes zum großen Münster: „ Essoll auch eine ehrsame, wohlgelehrte, tüchtige Priesterschaft zu derEbre Gottes und zu unserer Stadt und unseres Landes Lob, auch