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4 (1843) Das Predigtamt
Entstehung
Seite
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finden, daß sie nicht von Gott gesandt sind. Sind sieApostel, so fordert ihr Amt, daß sie fort und fort un-ter die Ungläubigen wandeln und sie zum Glauben be-kehren, wie oben gehört worden, daß der Apostel undder Bischof in Bezug auf das Lehren gleich seien, daßaber der Unterschied zwischen ihnen darin bestehe, daßder Apostel unter die Ungläubigen wandern soll, derBischof aber bei seiner ihm anbefohlenen Gemeinde seß-haft bleibe. Wenn sie aber nicht unter die Ungläubigenwandern, sondern sich allein unter die Gläubigen mischen,und diejenigen verwirren, welche vormals einmüthigund friedsam waren, so sind sie gewiß nicht Apostel.

Bischöfe sind sie nicht, denn sie sind von keinerKirchgemeinde, wie andere wohlberichtctc, gläubige Bi-schöfe, dazu erwählt worden. Noch weniger sind siePropheten und Lehrer. Daraus folgt offenbar, daß sienichts Anderes, als Aufruhrer sind.

Hier machen sie aber zwei Einwendungen. DieEine besteht darin: Nun spricht doch Paulus, l. Cor.XIV. 31:Ihr könnet wohl Alle, Einer nach demAndern weissagen," d. i. vom Nerständniß der Schriftreden, und zwar vor versammelter Gemeinde. Hieraufantworte ich: das Weissagen ist bis dahin noch in kei-ner Gemeinde üblich gewesen, nur jetzt wird bei unsdamit angefangen. Wenn Einer nun da auch redendarf, so folgt darum nicht, daß er aus eigener Macht-vollkommenheit sich zum Apostel - oder Bischofsamt er-bebe» könne. Es folgt auch nicht, daß er vor derGemeinde von sich aus zu reden anfangen solle, sondernihm ist allein erlaubt, da zu reden, wenn die Dolmet-