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4 (1843) Das Predigtamt
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Wahrheit und das Leben und Niemand kommtzum Vater, als durch ihn.Wer aber das Men-schenleben mit seinen Sorgen und Mühen zu würdigen,wer die geistige Natur des Menschen in den vielfachenHemmungen zu erkennen vermag, der wird auch wissen,daß der Aufschwung des Geistes zur Anschauung seinesIdeales und zum reinen Streben nach Erfüllung des-selben keine geringe Aufgabe ist. Ja, die Menschenbedürfen der steten Erinnerung daran, der steten Ermun-terung. und Begeisterung dazu, wenn sie nicht erschlaffenund in gemeinen Nützlichkeitsbestrebungen untergehensollen. Wer soll aber dieses thun? Der Staat etwa? Wenn ich gleich nicht der Ansicht bin, daß der Staatkeinen höhern Zweck habe, als für die materielle Wohl-fahrt der Bürger zu sorgen, sondern wenn ich auchglaube, daß seine Bestimmung in der Verwirklichung desReiches Gottes auf Erden bestehe, so wüßte ich dochnicht, durch welche Mittel der Staat, wie er jetzt ge-wöhnlich genommen wird, diese Aufgabe lösen würde.Wenigstens würde man an den Polizeianstalten, in denVerwaltungs- und Gerichtsinstituten, in welchen sichder Staat nach gewöhnlicher Ansicht als eine Erziehungs-anstalt bethätiget, Mühe haben, auch nur ein Strebennach diesem Ziele zu gewahren. Aber wenn wir den