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4 (1843) Das Predigtamt
Entstehung
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IX
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die geistige Entwickelung der Menschheit Rechenschaft ab-lege. Leicht wird ihm die Verantwortung, wenn dereinzelne Träger dieses Berufes ein lebendiges Glied istdesjenigen Bereines, für den zu wachen und zu arbei-ten ihm die Aufgabe geworden ist. Es ist eine ober-flächliche und einseitige Ansicht der Bestimmung desMenschen, welche diejenigen leitet, die die Entbehrlich-keit eines solchen Berufes darzuthun versuchen. Siebetrachten nur das Individuum, wie es sich in dembeschränkten Laufe dieser Zeitlichkeit bewegt, und setzenihre Gluckseligkeit in die möglichst geschickte Benutzungder irdischen Guter. Die Menschheit als einen Orga-nismus, dessen Entwicklung und Vollendung über dieZeirlichkeit hinausreicht, vermögen sie nicht zu fassen,noch zu begreifen. Und doch läßt sich keine Idee fürdie Menschheit, keine höhere Bestimmung als unter die-sem Gesichtspunkt denken. Im Christenthumc ist dieBetrachtungsweise Leben geworden. Die Vollendung derMenschheit wurde in Christo, als in einem ewigen Vor-bilde, sichtbarlich der Welt dargestellt; so ist Christusder Erstgeborne unter vielen Brüdern. Nur in sofernwir nun an seiner Vollkommenheit geistig Theil nehmen,sind wir im richtigen Streben zur Erfüllung unsererBestimmung begriffen; denn er ist der Weg, die