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trauen auf den Geist Gottes verspotten, — sich geradedadurch verdächtig gemacht haben, daß sie die Schriftnach ihrem Sinuc drehen und zwingen wollen. Jeder,der sich selbst als Kundschafter oder Richter anbietet,macht sich verdächtig. Hier ist dieses noch viel mehrder Fall, indem wir ja einen haben, der uns zu sicheinladet, und da dieser der nämliche ist, von dem dasWort kommt, über welches wir streiten, und zwar nichtwegen Mangelhaftigkeit des Worts, sondern wegen derMacht unserer Anfechtungen, die uns verführen unddas Wort Gottes nach ihrer Willkür zu zwingen be-gehren.
Wenn du aber sprichst, man müsse einen Richterhaben, der den Streit beurthcile und den Ucberwunde-nen zur wahren Ansicht zwinge, so muß ich das vernei-nen; denn du kannst einen noch so gelehrten Menschennehmen, als du willst, so kann er sich irren, wenn Gottihn nicht leitet. Ist er nun nicht gewiß, wenn Gottihn nicht weiset, so kann ich doch auch zu demselbenLehrer und Weisen kommen, der wird sicher auch michlehren. Sprichst du aber, wie kannst du wissen, obGott dich lehren wird oder nicht, so antworte ich dir:ich weiß es zum Ersten aus seinem eigenen WorteMatth. 2k. 22. Mark. kl. 24): Alles, was ihr ineurem Gebete ^was mag das wohl sein? Bedenket,was dem gerechten Gotte zu geben geziemt!) mit Ver-trauen begehren werdet, das wird euch zu Theil wer-den. Sodann lehrt mich der heilige Jacobus k. 5, 6zu Gott um Weisheit gehen, indem er spricht: „So„ aber Jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte