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1 (1843) Das Wort Gottes
Entstehung
Seite
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A Ii m e r k u n g e n.

>) 1233 ward im Seefcld bei Zürich ein Augustiner-Frauenkloster gestiftet; 1315 ward dasselbe in die kleine Stadt versetzt undspäter in ein Dominikaner-Frauenkloster umgewandelt. Die Nonnenwaren gewöhnlich aus den vornehmsten Zürcherhäusern (II. Hölting,speouluin tigur. pax. 302 seg., I. I. Hottingers helvetische Kir-chengeschichte, 2. 37). 1525 ward das Kloster aufgehoben; denNonnen war freigestellt, zu Heirathen oder allein zu leben. DieKlostergebäude wurden zu einem Waisenhause, und die KlosterkircheSt. Maria zur Kirche dieser Anstalt bestimmt. Die Ursacheder Herausgabc dieser Schrift, " sagen Schuler und Schulthcß (Huld-reich Zwingli's Werke 1. Bd. S. 62),war der harte Kampf, denZwingli im Sommer 1522 mit den Mönchen in Zürich zu bestehenhatte. Diese hatten bei dem Nathe das Verbot ausgewirkt, daßnicht mehr wider die Mönche geprcdiget und der Streit zwischenden Leutpriestcrn und den Lehrmeistern der Klöster vom Probst undKapitel entschieden werden solle. " Zwingli aber erklärte: Nicht denMönchen, sondern ihm sei die Seelsorge anvertraut und ein Eidverbinde ihn für dieselbe. Sei seine Lehre dem Evangelium zuwider,so lasse er sich nicht nur vom Kapitel, sondern von jedem Bürgerweisen und von seiner Obrigkeit strafen; aber er sei auch verpflich-tet zu widersprechen, wenn die Mönche Unwahrheit predigen. Nunerging der Befehl an die Mönche, nichts zu predigen, als was mitdem Worte Gottes erwiesen werden könne. Den Weltgeistlichenaber ward erlaubt, auch in den Klosterkirchen zu predigen. Diesthat dann Zwingli auf Befehl des Rathcs, erst im Bernhardiner -Frauenkloster Selnau, wo er vonChristus, dem guten Hirten"predigte, und dann im Dominikaner-Frauenkloster am Ottenbach,wo bisher nur die Dominikaner-Mönche die Kanzel betraten. Hierhielt nun Zwingli die Predigtüber die Klarheit und Gewißheitdes göttlichen Wortes."

2) Der Dominikaner - Orden heißt auch Prediger - Orden ,oder der Orden der Prediger iratres prollieatoros, sin Frankreich:Jakobiner).Domingo (geb. 1176), ein Castiliancr, Kanonikus zuOlma, ein besonnener, in der Tiefe glühender Mann von gelehrterBildung, voll Theilnahme für der Menschen Wohl und Weh, zog,ergrissen von der Angst um die wachsende Ketzerei (seit 1206), aufapostolische Weise in Frankreich umher, um mit begeisterter Recht-gläubigkcit und Beredsamkeit die Albigenser zu bekehren. SeinenGehülfe» zu diesem Zwecke gab Innozenz III. (1215) die RegelAugustins, Honorius III. (1215) das Recht einer allgemeinen Seel-sorge, als einemOrden der Prediger". Auch Nonnen, anfangsZwingli, Wort Gottes. I.