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ihr znmnthen. Wir haben gemeiniglich unsere Lehrenund Urtheilc vorher fertig, und kommen mit diesen zurSchrift gleich wie einer, der mit der Art in der Handseinen Nachbar» um Etwas bittet; das ist so viel, alsthnst du mir es nicht, so wird die Art reden. DiePäpste und die närrischen Kaiser und Könige (es- seimir erlaubt, die Wahrheit zu reden) haben den größtenTheil der Bischöfe in Deutschland zu Fürsten gemachtjCünz nennt sie Bettelfürsten). Dadurch sind sie gewal-tig geworden und haben das Schwert in die Hände be-kommen. Siehe, jetzt treten sie mit dem Schwerte zurSchrift und sprechen jl. Petri 2. 9): „Kopula sacor-„stotirun, die königliche Priesterschaft." Nun muß Pe-trus mit dem Schwerte gezwungen werden, er habedahin geredet, daß die Bischöfe oder Pfaffen Fürstensein können und nach dieser Welt Weise herrschen. Dasvermag die Art in der Hand; da doch Petri Meinungklar diese ist, daß alle Christcnmcnschen zu, königlicherEhre und Pricstcrschaft durch den Herrn Jesnm Chri-stum erwählet seien, weil sie keines opfernden Priestersmehr bedürfen, daß er für sie opfere; denn ein Jedersei selbst ein Priester, der geistliche Gaben zu opfernhabe, d. i. sein ganzes Gemüth Gott weihe. Ja, sehetihr, so muß man nicht zu der heiligen Schrift kommen.Wie denn? Willst von einem Dinge reden oder wissen,so bedenke also, ehe ich Etwas über dieses Ding ur-theilcn oder von den Menschen lerne, will ich vor Allemhören, was die Meinung des Geistes Gottes sei, Ps.i.xxxv. 9): Ich will hören, was der Herr, mein Gott,in mir reden wolle. Demnach rufe mit Andacht die