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wolle. Denn gewiß, wie früher klar bewiesen ist, ver-mögen wir den Sinn der Worte Gottes von Nieman-dem gewisser erlernen, als von ihm selbst, von dem siegekommen sind, und der allein wahrhaft, ja die Wahr-heit selber ist. Dieses beweisen auch die früher ange-führten Worte sl. Joh. 2. 27): „Ihr bedürfet nicht,daß euch Jemand lehre." Hörst dn, wir bedürfen nichtder menschlichen Richter, sondern wie seine Salbung,welche sein Geist ist, uns über alle Dinge (hörst, überalle Dingel) belehrt, also ist es wahr ohne allen Trug.Hier sprechen sie weiter, ich habe zu ihm schon so ge-betet und noch bin ich immerdar des vorigen Verständ-nisses. Zürnet mir nicht, ich muß sagen, ihr lüget:das heißt, ich gebe zu, dn habest zu ihm gebeten, abernicht, wie dn solltest. Wie soll ich dieses anfangen oderwie soll ich zn ihm beten? möchtest du fragen. Zuerstlaß dein Verständniß, das du der Schrift unterlegenwillst, ganz und gar auf der Seite; denn dieses bedeu-tet hier nichts, das will ich dir klarlich anzeigen. Ichweiß, daß du dann einsehen wirst, daß du jetzt nurdeßwegen über die Schrift gegangen bist, um Worte zufinden, die deine Meinung befestigen. (O wehe, dahabe ich das Geschwür aller Menschenlchre berührt!)Siehe, das bedeutet, seine Meinung mit der Schriftbefestigen wollen und seine Meinung in die Schrift hin-eintragen: wo wir ein Wort in der Schrift finden, daswir irgend auf unsere Meinung anwenden können, wie-wohl es seinem Sinne und Zusammenhange nach garkeinen Bezug darauf hat, so thun wir es und wollenalso die Schrift zwingen, daß sie das rede, was wir