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1 (1843) Das Wort Gottes
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immer also sein, daß Viele ein Ding richtiger verstehen,als Einer oder Wenige. Antwort: Wenn dieses wahrwäre, so müßte Christus unwahr sein; denn die Mengeder Priester meinten ein Anderes, als er, und er wardoch allein dagegen. Das sei aber fern von uns. Auchdie Apostel wären nicht recht daran gewesen, denn eswaren ja ganze Städte und Länder wider sie. Auchheut zu Tage ist die Zahl der Ungläubigen zehnmalgrößer, als die der Gläubigen. Sollte deßwegen ihreMeinung richtiger sein, als die unsrige, weil sie einegrößere Anzahl sind, als wir? Nein, nimmermehr; diegroße Menge macht nicht die Wahrheit aus. Nun sindwir in unserem Streite noch nicht berichtet. Ja, icherkenne wohl, daß Päpste und Concilia sich oft geirrthaben, voraus Anastasius, Liberius in den IrrlehrenArii 2t). Erkennst du dieses? Ja! So ist nun deinerSache schon der Hals gebrochen. Denn du mußt jabekennen, daß, wenn sie sich vormals geirrt, es auchjetzt zu befürchten sei, daß sie weiter sich irren werden;es sei daher auch nicht sicher, auf sie sein Vertrauenzu setzen und sich auf sie zu verlassen. Wenn wir die-ses gefunden haben jdcnnomuis iwmo menclax"alle Menschen sind lügenhaft, können betrügen und be-trogen werden), so finden wir auch endlich, daß Nie-mand als Gott uns die Wahrheit so sicher und gewißlehren kann, daß wir daran keinen Zweifel haben kön-nen. Frägst du aber, wo finde ich ihn? so antworteich dir: suche ihn in deinem Kämmerlein Matth. 6. 6)und bete da zu ihm heimlich er sieht dich wohl!daß er dir das Verständniß seiner Wahrheit eröffnen