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merken kann, daß ein wahrer, natürlicher Sinn in sei-nen Worten steckt, wie auch die Menschen diese hin undher ziehen. Hier bitte ich dich, dn wollest um GottesWillen nicht zürnen, so will ich dir ein Gebrechen an-sagen, das gar viele gelehrt haben. Dieses bestehtdarin: Der größte Theil derer, welche zu diesen Zeitendem Evangelium widerstreiten swiewohl sie dieß nichtoffen thun dürfen, thnn sie doch heimlich solches, wasdahin zielt. Vernimm, wie sie sprechen: Es stehtnicht alles im Evangelio geschrieben; es gibt viel Gu-tes, dessen im Evangelio nicht gedacht wird. O ihrSchälke!) — ist gar nicht bekannt mit dem Evangelio,noch belesen in demselben, und nimmt die Worte außerZusammenhang heraus, ohne Rücksicht auf das, wasvorhergeht oder nachfolgt, und darnach will er dieseWorte nach seiner Willkür zwingen. Gleich als wollteJemand von einem Blümlein, das ohne Wurzel abge-brochen ist, einen Blumengarten pflanzen. So soll mannicht thun, sondern man muß den Rasenschollcn mit denWurzeln pflanzen. So muß man dem Worte Gottesauch seine Natur lassen, dann gebiert es in dir und inmir den gleichen Sinn. Auch sind diejenigen, welchein dieser Weise irren, gar leicht dadurch zu überwin-den, daß man sie zu dem Ursprünge zurückführt, wie-wohl sie nicht gerne dahin kommen. Dennoch sind ei-nige so sehr in der Cselshaut vernäht, daß, wenn dernatürliche Sinn ihnen offenbar wird, so daß sie nichtsdawider einwenden können, sie dann sprechen: sie dür-fen den Sinn nicht also verstehen, es erkennen denn dieVäter, daß man ihn so nehmen solle; denn es müsse