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zum Heile nothwcndig ist? Ja, wer ist das Einige?Christus! Behaltet ihn und verlasset ihn nicht. Ver-meinet ihr in den Klöstern und Kutten aber, daß Nie-mand Christum finden könne, als ihr? Ja wohl, Nie-mand horcht weniger auf seine Lehre, als gerade ihr.Ihr habet dieses und anderes ergriffen, was ihr festhaltet und euch dessen vertröstet. Es steht aber vonMaria, sie hörte sein Wort; und dieses war der besteTheil, den sie erwählet. Also verhält es sich mit jederSeele; sobald sie vom Worte Gottes erleuchtet ist, sokann sie keines Menschen Wort mehr gewiß machen, sietrösten und erfreuen, sondern es vermag dieses bei ihrnur das Wort Gottes allein, und sie spricht wie dieJunger zum Herrn, Joh. 6. 68: „Herr, zu wem sollteich hingehen? du hast Worte des ewigem.Lebens, d. i.dein Wort erquicket, erneuert und belebt die Seele,daß sie getröstet und mit dir verbunden wird und kei-nem andern Worte mehr Vertrauen schenket, als nurdem deinigen.
Wenn du nun von Gott berufen wirst, fragst duvielleicht: Wie soll ich mich vorbereiten, daß ich seineGnade gewiß erlange? Ich antworte dir: Setze all'deinen Trost auf den Herrn Jesum Christum, d. i. seiversichert, daß er, so wie er für uns gelitten hat, dieVersöhnung für uns ist vor Gott in Ewigkeit st. Joh.2. 2). So bald du dieses glaubst, so wisse, daß dudann gezogen wirst von dem Vater, und was du fürdein Werk hältst, ist das Werk des Geistes Gottes, derin dir heimlich wirket. „Denn Niemand kommt zu mir,"spricht Christus Joh. 6. 44, „es ziehe ihn denn mein