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nicht verstanden werden, gleich als ob er nns Gefahrzu bringen begehrte. Wenn wir ihn nicht verstehen,sind wir bei ihm in Ungnade, nnd wie ein Sohn be-kennen mnß, er sei in Ungnade bei seinem Vater, wenndieser mit ihm rauh und strafend redet, und außer allerGnade, wenn derselbe gar nichts mit ihm redet, ihnnicht lehret und unterweiset: also ist für uns die här-teste Strafe nnd ein sicherer Beweis, daß große Uebelnns bevorstehen, wenn uns das Wort Gottes nicht mehrTrost gewährt. Jetzt nahen wir uns der Klarheit unddem Lichte; Gott sei Lob gesagt, er wolle uns die rechteRede verleihen, daß wir es klar und deutlich vortragenmögen! Amen.
Sobald das Wort Gottes den Verstand des Men-schen bcschcinet, erleuchtet er denselben, daß er es ver-stehet, bekennet und gewiß wird. Dieses hat Daviderfahren, wenn er spricht, Psalm EXIX 130: „Die„Erklärung deiner Worte, o Herr, erleuchtet und gibt„Verstand den Einfältigen/' nämlich: denen, die durchsich selbst nichts sind, sondern wie das Kind, das JesusDemuth zu lehren mitten unter die Junger stellte, Matth.XVII!. 3, indem er sprach: „Es sei denn, daß ihr„euch bekehret und werdet wie dies Kindlein, sonst„ könnet ihr nicht eingehen in das Himmelreich." Diesebegleitende oder voranleuchtende Klarheit ist bei derGeburt Jesu angedeutet; zuerst wurden die Hirten vonder Klarheit umleuchtet, und erst hernach fing der En-gel mit ihnen an zu reden, Luc. II. 10 — 12. DieHirten glaubten den Worten desselben und fanden, wiezu ihnen der Engel geredet hatte. Nun wollen wir zum