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wenn wir Gott erkennen, wie er ist, und uns selbstin ihm recht sehen werden. !. Cor. XI!I 12: „Wir„sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Worte;.dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne„ich es stückweise: dann aber werde ich es erkennen,„gleich wie ich erkannt bin. " 1. Joh. Iii. 2: „Wir„wissen, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich„sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist."Bedenke ein Jeder diese Worte Johannis wohl. Ichweiß auch wohl, daß Athanasius spricht im Symbolo,6), wie die vernünftige Seele und das Fleischein Mensch sei, so auch Gott und Mensch ein Christus,vieß ist aber nur ein Gleichniß, nicht ein Ebenbild.Wir reden hier von Gott, da er noch nicht menschlicheNatur angenommen hatte und dennoch den Menschennach seinem Bilde erschaffen; woraus deutlich zu er-kennen ist, daß der Mensch nicht in Bezug ans dentleib das Bild GotteS an sich trage, denn Gott hattedamals noch keine menschliche Gestalt angenommen, son-dern in Bezug auf die Seele.
Nun empfinden wir in uns, daß wir das BildGottes noch viel eigentlicher an nns tragen, als anden drei Seelenkraftcn Verstand, Willen und Ge-dachtniß; daher ich zwar die Ansicht Angustini nichtverwerfe; aber doch der Ansicht bin, es seien noch mehrStücke in nns, an welchen wir des Ebenbildes Gottesin nns inne werden, als an diesen dreien, die er alsdie vornehmsten aufzahlt. Das Aussehen s oder dieBeziehung unseres Gemüthes ) ans Gott und anssein Wort ist ein Hanptbeweis, daß einige Freund-