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Mensch. Diese ist aber nicht eine Gestalt gewesen sei-ner Gottheit, sondern der Menschheit, welche er nichtvon Ewigkeit an sich gehabt, sondern erst in der Er-füllung der Zeiten, da er von der reinen Magd Mariaempfangen und geboren wurde, angenommen hat.
Also ergibt sich, daß wir im Gemüthe oder in derSeele das Gepräge Gottes an uns tragen. Wir wissenaber nicht, wie dieses Bildniß ist; sondern nur einfach,daß die Seele das Wesen ist, in welche das BildnißGottes eingedrückt worden. Wenn Augustinus 5) unddie alten Lehrer bebaupten, daß Verstand, Willeund Gcdach tu iß, die, wenn gleich unter sich verschie-den, doch eine Seele bilden, ein Bildniß des einigenGottes dem Wesen nach, doch drei an Personen, seien,so will ich ihnen dieses gerne gewähren, wenn sie sichdurch die drei Dinge nicht verführen lassen, anzunehmen,in Gott sei auch Willensstrcit, wie in und, sondern be-denken, daß bei ihm nichts Zwicträchtigcs, nichts sichWidersprechendes sei, wie solches hingegen in uns ist,da unsere Anfechtung des Fleisches, die wir auch einenWillen nennen, dem Willen des Gcmüthes und derSeele widerstrebt, wie Paulus Rom. VII. 2V lehret. Sowir Gott selbst seinem Wesen nach nicht gesehen haben,können wir nicht wissen, wie unsere Seele ihm gleichsei in Bezug auf ihre Natur und ihr Wesen; denndie Seele erkennt sich selbst nicht nach ihrer Natur undnach ihrem Wesen. Und also wird zum Letzten gesetzt,daß die Wirkungen oder Kräfte der Seele: Wille,Verstand und Gedächtniß nur Zeichen des wesent-lichen Bildnisses sind, das wir erst schauen werden,