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die wir am klarsten verstehen, wenn wir von ihnen inder Weise reden, wie sie bei den Menschen gebräuch-lich sind. Mit den Augen sehen wir; so schreibt dieSchrift Gott Augen zu, wenn sie andeuten will, daßer alle Dinge erkenne und schaue, wie sie sind. Ohrenschreibt sie ihm zu, weil er alles, was wir bitten oderlästern oder gegen ihn rathschlagcn, hört und vernimmtdurch seine Allgegenwart. Mund legt sie ihm bei, weiler uns seinen Willen durch sein Wort offenbaret. An-gesicht, um sein.Zuwenden oder Abwenden der Gnadezu bezeichnen. Hände, um seine Allmacht; Füße, umseine Eile und Schnelligkeit, die Bösen zu erreichen,anzudeuten. Dieses alles wäre weitläufig aus der Bibelzu erwähren, wenn unsere Absicht dahin gienge. Jaindem Melitus diesen Brauch der heiligen Schrift nichtbeachtete, ward er zu dem Jrrthnme verführt, daß erGott sich nach menschlicher Gestalt bildete, welches irr-thümlich ist: denn Moses spricht zu den Kindern IsraelsDeut. llV. 15, daß Gott seine Gestalt darum nicht ge-zeigt habe, damit sie ihn nicht in irgend ein Bildnißabbilden, das gleich sei einem Manne, oder Weibe,oder Vieh ans Erden, oder Vogel unter dem Himmel,oder Gewürm auf dem Lande, oder Fisch im Wasserunter der Erde :c., damit nicht dessen Bildniß ange-nommen und verehrt würde; denn das wäre Abgötterei.Es spricht auch Christus selbst: „Ihr habet seine Ge-„ stalt nicht gesehen. " Hier wollen wir aber ausgenom-men haben die Menschheit Christi, der wahrhaft mensch-liche Natur und Schwachheit, ausgenommen die Krank-heit der Sünde, angenommen hatte, wie jeder andere