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1 (1843) Das Wort Gottes
Entstehung
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unserem Bildniß und bald darnach: nach demBilde Gottes, und nicht nach unseren Bildnissen,darunter viele Wesen oder Götter hätten verstandenwerden können. Doch wollen wir hier nicht mehr vonder Einheit des Einen Gottes und der Dreiheit derPersonen reden. Denn wir haben ein anderes Ziel voruns, nämlich das hernach bezeichnet ist in den Worten,die Gott selbst geredet hat, daß der Mensch geschaffensei nach dem Bildniß und der Aehnlichkeit Got-tes. Hier ist aber zn untersuchen und wo möglichausfindig zu machen, nach welcher Natur wir ein BildGottes seien, ob nach dem Leibe, oder nach der Seele.So wir ein Bild Gottes wären in Bezug auf den Leib,so mußte auch Gott einen aus Gliedern zusammenge-setzten Leib haben, nach welchem wir gebildet wären;und wenn wir solches zugeben würden, müßte darausfolgen, daß Gott ein zusammengesetztes Wesen wäre,das getrennt werden könnte. Dieses aber geht ganzgegen den Begriff des göttlichen Wesens und ist dazunnchristlich, irrthümlich und gotteslästerlich. Denn wieim Evangelio, Joh. I. 18., geschrieben steht: Nie-mand hat Gott gesehen." So nun Niemand irgendGott gesehen hat, wie darf denn Jemand sagen, daßer so oder anders gestaltet wäre, wie der irrgläubigeMclitns unv die Anthromorphiten freventlich behauptendurften: daß Gott eine menschliche Gestalt habe. OhneZweifel täuschten sie sich dadurch, daß in der SchriftGott Augen, Ohren, Mund, Angesicht, Hände undFüße zugeschrieben werden, durch welche Glieder aberdie Schrift nur die Wirkungen Gottes andeuten will,