VIII
die Gewaltherrschaft der Menschenmeinnngcn und einesdem Ehristcnthnme fremdartigen Pricstcrthnmes gewirktund gelebt, mit würdigem Ernste gefeiert. Ihre Schrif-ten, in welchen sie ibre Gedanken niedergelegt, wurdender Einsamkeit der Bibliotheken entrissen »nd möglichstzum Gcmeingnte der ganzen christlichen Gemeinde ge-macht. Auch Zwingst erfuhr die wohlthätige Wirksam-keit dieses neu erwachten Geistes. Ein systematisch ge-ordneter Auszug aus seinen Schriften, so wie mehrerewcrthvolle Biographien riefen das Andenken seines Wir-kens und Lebens bei der dreihnndertjährigen Jubelfeierdes Reformationswcrkes in das Gedächtniß der refor-mirten Kirche. Durch den rnhmwürdigen Fleiß zweierschweizerischen Theologen wurden zum ersten Male seinesämmtlichen Schriften in ursprünglicher Fassung gesam-melt und herausgegeben. Aber noch hindert eine Scheide-wand den Zutritt des großen Publikums zu denselben,indem sie in ihrem ganzen Umfange zu kostbar sind,als daß sie sich einer allgemeinen Verbreitung erfreuenkönnten. Sodann sind namentlich seine populären undpraktischen Schriften im altschweizerdeutschcn Dialekteverfaßt, welcher ohne weiteres Studium weder in derSchweiz, noch viel weniger in Deutschland verstandenwird. Und doch sind gerade diese populären und prak-tischen Schriften Zwingli'S nach ihrem Geiste und In-halte so beschaffen, daß sie sich vorzugsweise zu rcli-