Ansicht geändert und modisicirt haben würde, aber Er hattenichts dagegen, wenn in den Stellungen der einzelnen An-sprachen nach dem herkömmlichen provinziellen Ritus dieReihenfolge eine andere war, die Liturgie gctheilt, und dasallgemeine Gebet nach dem Schlüsse der Predigt gesprochenwurde. Es war ihm nicht um die Form, sondern um dieSache selbst zu thunz doch um sie zu befördern und zu er-halten, hielt Er übereinstimmende Form, wodurch sie sichausspricht, und nur aussprechen kann, in Ehren. Den Geistdes Christenthums, den Er für einen heiligen hielt, wollteund meinte Er allein in Allem, was Er für die Kirche that;aber den Buchstaben, die Hülle, die er gebraucht, um denMenschen sich zu offenbaren, sah Er an als das Vehikel undGefäß, worin er lebe, und wodurch er sich kund thue. Aller-dings sah Er darin eine Identität, die den Geist an dasgewählte Wort band, und dieses schätzte Er um jenes wil-len. Die neueren Uebcrsetzungen der Bibel gefielen Ihmdarum nicht, Er hielt sie für verwässert, und die alten Kern-sprüche, wie sie in unserer lutherischen Uebersctzung sich fin-den, waren Ihm die liebsten. Eben dieser Meinung warEr in Hinsicht der alten Lieder, und wenn Er in SeinemGott vergnügt war, sang Er für sich die Melodie des treu-herzigen Gesanges: „In allen meinen Thatenz" „Befiehl dudeine Wege;" „Was Gott thut, das ist wohlgethan." Dochschätzte Er Klopstock, Gellert und Cramer; Er kannte sie,—aber die Alten konnte Er auswendig, und wenn Er im Freienherumging und die Hände auf dem Rücken hatte, pfiff Erwohl auch nach dieser Weise. Er war von ganzem Herzengottesfürchtig und bei Seiner Liebe zu Jesu und SeinemGlauben an ihn, hatte Er große Begriffe von der Würdeund Unabhängigkeit der christlichen Kirche. Keincsweges
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