Erster Abschnitt.
Die moralische Restauration der Armee.
ÄÄer sich der Preußischen Armee erinnert, wie sie noch imJahre 18W war, wo sie von der Französischen bei Jenageschlagen und zerstreut wurde, zum Theil gefangen unter-ging und ein Ende mit Schrecken nahm, — und damitvergleicht, wie sie wurde und jetzt ist: der sieht in dieserVeränderung eine neue Schöpfung, und der hartnäckigsteAnhänger ans Alte muß wenigstens hier Vervollkommnungund in derselben ein Fortschreiten mit der Zeit sehen; —dort ein Rückwärts, hier ein Vorwärts. Was man fürunmöglich hielt, ist wirklich geworden und vor unseren Augengeschehen. Zwar lag im Volke immer ein guter Lcbenskeim,(wie in jedem,) und also auch zum Theil in der Armee.Unter dem großen Churfürsten war sie im Kampfe gegendie Schweden brav und tapfer; König Friedrich Wilhelm I.erzog, hegte und Pflegte sie; unter dem großen Friedrich thatsie Wunder und ihr Lob wurde welthistorisch. Im Landehatte man Respcct vor dem Preußischen Soldaten; im Aus-lande fürchtete man ihn; wo er sich nur sehen ließ, mußte,so glaubte man, Sieg sein; der ganze Staat war militai-risch. Friedrich's hellsehender und superiorer Geist beseeltemit seinem Anhauche Alles und machte auch todte MassenIII. 1