Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
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381
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erscheine: als Nachtrag zu der erneuerten Agende, insbeson-dere für die Provinz Brandenburg. Unter den darin auf-genommenen und dem beliebigen Gebrauche der Geistlichenüberlassencn Gegenständen befinden sich einige, die nicht vondem Consistorium zu Berlin, sondern von andern Seiten inAntrag gebracht und zur Vervollständigung hier aufgenom-men worden sind, indem Se. Majestät die wohlwollendeAbsicht hegen, noch anderen Provinzen des Preußischen Staa-tes ähnliche Nachträge zukommen zu lassen, wenn sie eswünschen sollten."

Zum Schlüsse folgen mit Genehmigung Sr. MajestätNachrichten und Bemerkungen über einige Gebete, Formulareund Chöre, die ihrer Altcrthümlichkeit wegen aufbewahrt zuwerden verdienen. Möge es auf diesem Wege mit Gottes Hülfegelingen, der verderblichen Verschiedenheit immer glücklicherentgegen zu wirken und bei größerer Mannigfaltigkeit dochdiejenige Gemeinschaft des Geistes zu befördern, in welcherdie evangelische Kirche nach der Absicht unseres Erlösersallein ihre hohe Würde behaupten und ihre unendlichen Seg-nungen entwickeln kann."

So bahnte der König immermehr der Einführung derLiturgie und Agende den Weg; nicht bloß im Brandcnbur-gischen, auch in den anderen Provinzen des Preußischen Staa-tes erhielten die Gemeinden, die ausgewählten und geprüften,provinzielle besondere Bestimmungen und Zusätze, so daß jedeProvinz zwar den Grundtypus derselben Kirchenordnung hat,aber doch auch dabei alles dasjenige, woran die Väter ge-wöhnt, und was ihnen lieb und werth geworden war. Erlitt es zwar nicht, wenn willkürliche Veränderungen vorge-nommen wurden, weil dann Jeder nach seiner individuellen