Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
Seite
375
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Sr. Majestät des Königs zu überbringen." »Ich bezweiflenicht, daß ein solcher Befehl gegeben ist; aber wohl, daßSe. Majestät befohlen hat, die Predigt solle nicht gehaltenwerden, wenigstens würde ein solches Untersagen mit den mirbekannten kirchlichen Ansichten und Gesinnungen des Königsund mit Seiner Hochachtung vor den Einrichtungen der Re-formatoren streiten."Wollen Sie, daß wir Ihre MeinungSr. Majestät dem Könige mittheilen?" Der Herzog fragtedieß mit einem ihm eigenen Gesichte, welches überhaupt, undmir in diesem Falle, sehr unangenehm war, ich hatte alsonichts, als ein kurzes categorisches Ja. Die Herren ent-fernten sich in ihren Mänteln, und ich ging im Zimmer ver-drießlich nachdenkend noch auf und ab, als der Oberst vonWitzlebcn, der sich entfernt hatte, hereintrat.Ich komme,"sagte er,im Namen des Königs, um mit Ihnen noch ein-mal die Sache zu überlegen und zu besprechen."Unmöglichkann und darf ich darin willfährig sein; es ist in der pro-testantischen Kirche unerhört ein Gottesdienst ohne Predigt,und bin ich der Meinung, daß wir gerade hier, wo der Kö-nig lebt, die Grundsätze der Reformation festhalten müssen.Mit der Sache und Ihm meine ich's ehrlich. Die Liturgiekommt bei ihren Gegnern in einen schlechten Ruf, wenn siedie Predigt verdrängt."Dieß soll auch nicht für immer, son-dern nur in dem Falle einer außerordentlichen Kälte geschehen;dieselbe wird wahrscheinlich bald nachlassen."?rill«zipÜ8obstu; schlimm genug, wenn es nur einmal und dann im-mer wieder geschieht, so oft im Winter die Witterung strengist."Wissen Sie was," sagte der kluge Witzleben,da Siedurchaus nicht nachgeben können und wollen, so halten Siedie Predigt, kündigen Sie aber, wenn Sie die Liturgie ge-sprochen haben, ab, daß Alle, welche derselben wegen der