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gründe stand, so freuete Er sich zwar solcher Sympathie,vermied aber alle Einseitigkeit, da Er auch anders Denkendefragte; doch verwarf Er Alles, was der Reformation undden Institutionen Luther's zuwider war. Was aus dieserZeit herstammte und den Geist ihres festen, zuversichtlichenGlaubens und seiner innigen Herzlichkeit trug, war Ihmrecht und willkommen; Er las und verglich es, und hatteSeine Freude daran. Seine Arbeit (so kann man sie wirk-lich nennen) wuchs Ihm unter der Hand und wurde immervollständiger und runder. Sein richtiges Urtheil, Sein Ge-schmack und feiner Tact, sonderte alles Heterogene ab, und wieman auch über die Liturgie und Agende urtheilen mag, daß sieein Werk aus einem Gusse und Stücke sei, wird man nichtin Abrede stellen können. Wie Er sah, daß die Sache wuchsund Fortschritte machte und offenbar die Liturgie als Ado-ration erbaute, besonders den gemeinen Mann, auch die litur-gischen Chöre, vorzüglich in der Hof- und Garnison-Kirchezu Potsdam durch die Männerstimmen der dazu nach ihremOrgan gewählten Soldaten, und die jugendlichen Knaben-Stimmen der Militair-Waisenschüler, unter der Leitung desgeschickten Organisten Hönnicke, harmonisch und gut executirtwurden, gewann Er diese Kirche, in welcher man damit amWeitesten und zuerst in Ordnung war, noch lieber, so daßEr sie auch im Winter besuchte.
Im Februar, als es gewaltig kalt war, schickte Er amSonnabend Morgen den Herzog Carl von Mecklenburg undnoch einige Generale und Adjutanten, wie den Obersten vonWitzleben, so daß ihrer acht waren, als Deputation zu mir,und ließ mir sagen: „ich möchte, wegen der strengen Kälte,nur die Liturgie lesen und chann die Gemeinde mit dem