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Seit dieser Zeit, in welcher die Schriften berühmterund geltender Theologen für die Liturgie und Agende großeSensation machten, war der Schau-, aber auch der Kampf-platz geöffnet. Eine Legion von Broschüren Für und Widererschienen; jene gewöhnlich mit der Angabe ihrer Verfasser,diese aber wenigstens größtcnthcils anonhm, um hinter demSchilde der Verstccktheit alle giftigen Ausfälle desto freierloslassen zu können. Der König, welcher noch Zeit zu ge-winnen wußte, um den Gang der deutschen Literatur inbeobachtendem Auge zu behalten, las auch viele von diesen;ließ sich aber dadurch nicht irre machen, sondern ging festenSchrittes den Weg, der zum Ziele, das Er erreichen wollteführte. Die Widersacher tadelten und persiflirten es vorzüg-lich, daß fast alle Superintendenten, die in ihrer Diöcese mitglücklichem Erfolge sich für die Annahme und Einführunginteressirten, Orden am Ordensfeste und außer dieser Zeiterhielten. Wenn die auf diese Weise Ausgezeichneten aufder einen Seite darauf einen um so größeren Werth leg-ten, *) da sie wußten, daß die Verleihung unmittelbar vomKönige selbst ausgegangen war, so wurde von dieser Seite
') Es gehört mit zum seltsamen Widerspruch im Menschen, daßgerade diejenigen, welche die Verleihung der Ordenszeichcn amAcrgstcn tadelten und verhöhnten, die am Meisten Zufriedenstenwaren, wenn sie selbst einen Orden erhielten. Dieß war nichtnur bei flachen und eitel» Leuten, sondern, wie ich aus vielenErfahrungen weiß, auch bei ernsten, gesetzten und würdigenMännern der Fall. Es ist unglaublich, welch einen verführe-rischen, immer neuen Reiz diese Sache für die größte Anzahl derMenschen hat. Die Meisten lieben es, Kraft des innewohnen-den Egoismus, Etwas in der menschlichen Gesellschaft zu gel-