Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
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vi-, von Amnion gern in Seinen Diensten haben und cr-nann-te ihn zum Bischof in Pommern. Die dcßhalb ange-knüpften Verhandlungen, bei welchen der König mir unbe-schränkte Vollmacht gab, zerschlugen sich aber wieder an derGnade des Königs von Sachsen und an dem vcrtrauungs-vollen Wohlwollen der Gemeinde für den geliebten Seelsor-ger und den vorzüglichen Kanzclredner, so daß aus dieserSache nichts wurde. Als ich nach Carlsbad reiste, sagtemir der König: „ich möchte über Dresden gehen und SeinHandschreiben an den Oberhofprediger vi-, von Amnion ab-geben." Dieses war ungemein gütig abgefaßt und enthielteinen Orden höheren Ranges. *)

*) Der König kannte von Anspach und Bayreuth her den Herrnv. Ammon persönlich und wollte ihm wohl. Bei dem Aufent-halte in Teplitz convcrsirtc Er gern mit dem genialen, heiterenMann im Fürstengartcn. Einst hatte Er lange mit ihm ge-sprochen, ohne ein Wort an den Preußischen Geheimen Ober-Finanzrath und Präsidenten Wolfart, der in der Gesellschaftseines Landsmannes war, zu richten. Der demüthige und be-scheidene, aber im heiteren Bewußtsein sich auch fühlende Prä-sident wich des anderen Tages dem Könige, meinend, erhabe Etwas bei Ihm versehen, aus, wiewohl er Sein Un-terthan und treuer Diener war. Friedrich Wilhelm III. gingihm aber mit verstärkten Schritten nach, und redete ihn mitden Worten an: „Nicht übel nehmen! Gestern mit Ihnen nichtgeredet; kenne Sie nun, und weiß, daß Sie es mit IhremDienst redlich meinen, habe auch Manches von Ihnen gelesen,was mir Wohlgefallen. Aber ich konnte mich nicht gleich aufIhren Namen besinnen. Fatal!" und stellte nun eine langeinteressante Unterredung mit ihm an. Nach der mündlichenErzählung desselben. Seit dieser Zeit war und blieb Er demwürdigen Manne gewogen. Der König konnte nicht wehe thun;wo Er glaubte, es sei geschehen, eilte Er, es wieder gut zumachen.