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3,1 (1846)
Entstehung
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müssen. Wenn dieß geschehen) mußte ich wöchentlich einmal,so lange diese Sache währte, dem mündlichen Vortrage, woder Oberst von Witzleben, der Cabinetsrath Albrecht abernicht immer gegenwärtig war, beiwohnen. Die Unterredungwurde, wiewohl sie oft zwei Stunden und länger dauerte,stehend gehalten. Anfangs war die Nähe des Königs mirängstlich: diese Schüchternheit verlor sich aber bald, da Witz-lcbcn sie gar nicht, Albrecht sie nur etwas hatte, der Königaber sehr heiter, frei und unbefangen war. In SeinemElement bewegte Er sich und Er sprach über den vorliegen-den Gegenstand so, daß man gleich hörte, Er kenne ihnlängst und sei mit ihm vertraut. Ihm war der Zusammen-hang des Ganzen klar, und Er überschaute es. Anfangswar Seine Rede noch stockend und abgebrochen; aber dasKurze und Rhapsodische in Seiner Sprachweise verlor sichganz, wenn Er in die Mitte der Sache kam und warmwurde. Er redete dann fließend, schön, gründlich, conscquent,lange, so daß Er, ohne sich zu wiederholen und leere Wortezu machen, oft 20 3l> Minuten bei'm Sprechen blieb.Wenn Er aufhörte stand die Sache, die Er meinte undwollte, klar vor Augen und ihr Gewicht trat hervor. Sieerschien werthvoller, als vorher im todten Buchstaben; Alleswurde lebendig und rund, und Vieles, was ich mir alsEinwurf gemerkt hatte, und als solchen sagen wollte, unter-blieb, weil nach Seiner mündlichen Erklärung schon die ge-nügende Antwort gegeben war. Wo dieß nicht der Fallwar und ich nach meiner Ueberzcugung aussetzte und Manchesanders wünschte, gab Er den angeführten Gründen Gehör,und änderte auf der Stelle im Conccpte die Fassung. ,,Soist es," pflegte Er dann zu sagen,besser und klarer." DurchEinschiebsel solcher Art litt oft der Zusammenhang, so daßIII. 22