Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
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Jdce des Königs ganz vermeiden sollen. *) Den erhaltenenVerweis sah ich, als wohlverdient, wie eine Wohlthat fürdie Sache an.

Inzwischen fuhr der König, geweckt und gereizt durchdie tadelnde Schrift Schleiermacher's, fort, an der Verbesse-rung der Liturgie selbst zu arbeiten; ja selbst, wie ich satt-sam aus den von Seiner eigenen Hand geschriebenen, oftdurchgestrichenen, überschriebenen und mit vielen Marginalienversehenen Originalien mich überzeugt habe. **) Er legtedie liturgischen Schriften Luther's größtentheils zum Grunde,

Wenn der König späterhin bei Einführung der Liturgie dochanordnete und befahl, so war Er dazu gezwungen und noth-gedrungen, wie der Erfolg zeigen wird.

Es ist kein Grund vorhanden, serner als Geheimniß zu ver-schweigen, vielmehr Pflicht jetzt, l> Jahre nach Seinem Tode,öffentlich hier zu sagen, daß die im Jahre 1827 zu Berlin,Posen und Bromberg, bei E. S. Mittler anonym erschieneneSchrift:Luther, in Beziehung auf die Preußische Kirchen-Agende vom.Jahre 1822," mit den im Jahre 1823 bekanntgemachten Verbesserungen und Vermehrungen, den König Frie-drich Wilhelm III. zu ihrem Verfasser hat. Das biblische Mottoist, 1 Corinther 14, 33.: Gott ist nicht ein Gott der Unord-nung, sondern des Friedens. 1 Corinth. 14, 4V.: Lasset allesehrlich und alles ordentlich zugchen. Ephcser 9, 3.: Seid flei-ßig, zu halten die Einigkeit im Geiste, durch das Band desFriedens. Diese merkwürdige Schrift hat den Zweck, zu zeigen,daß die neue Liturgie und Agende die alte christliche und vonLuther selbst ist. Augenscheinlich ist dieses dargethan durch diedurchweg angeführten Parallelen und die buchstäbliche Uebcr-cinstimmung beider. Sie ist gerichtet hauptsächlich gegen alleGegner, vorzüglich gegen die Altlutheraner, die das Gegentheilbehaupten.