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3,1 (1846)
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gefallen lassen, weil ich, wie Sie sagen, es geboten habe.Der Glaube ist der freieste Act der Seele, und wie er alleindas Werk des Individuums ist, so läßt er sich nicht gebie-ten. Ich habe in dieser Angelegenheit nichts zu befehlen,und bin nicht Herr der Kirche. Ihr alleiniger Herr undMeister ist ihr Gründer und Lenker, ich bin nur Sein Die-ner. Ich überlasse es Ihnen, die irrigen Vorstellungen, dieIhr Vortrag erzeugt hat, zu berichtigen."

Ich war wie aus den Wolken gefallen, als ich dicßlas; und doch auch zu denselben empor gehoben. Ich be-trübte mich, von dem lieben Herrn einen Verweis erhaltenund Seinen Unwillen auf mich gezogen zu haben, und Sack,dem ich Beides, die Predigt und die Eabinetsordre, mittheilte,tröstete mich; aber zugleich frcucte ich mich der Vorstellung,die der König von der Würde der protestantischen Kirchehatte, und wie Er als Landesherr Seine Stellung gegen sieansah. Mit Freude ergriff ich sie und hielt sie fest; beijeder Gelegenheit kam ich auf sie, von Ihm selbst ausgespro-chen, zurück, so daß sie bei allen kirchlichen Reformen meinleitendes Princip war und blieb. In Gegenwart des Königssprach ich dasselbe öffentlich aus in einer Predigt über dieStelle, in welcher der Apostel Paulus sagt:Wir sind nichtHerren eures Glaubens, sondern Gchülfen eurer Freude."Dicß war, erzogen und gebildet in einem Lande, wo diePresbyterial- und Synodal-Ordnung die herrschende ist, undin der die Kirche, in Opposition gegen die weltliche Negie-rung, über ihre Rechte eifersüchtig wacht, von jeher meineUeberzeugung. Auch hatte ich die Ausdrücke:Anordnung,Befehl", nicht im kirchlichen Sinne genommen, sondern dabeimehr an den Patron gedacht; aber ich hätte sie nach der