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„Denket und unterscheidet. Unterscheidet wohl beidem in Rede stehenden Gegenstande Mittel undZweck. Haltet das Bild nicht sür die Sache, das Symbolund Zeichen nicht sür das Wesen, sinnliche Rührung nichtschon für Frömmigkeit, und das, was nur Arznei sein soll,nicht für die Gesundheit selbst. Wie leicht und bald es abergeschehen kann, Beides miteinander zu verwechseln, und dasEine für das Andere zu halten, lehrt die Erfahrung und dieGeschichte der christlichen Kirche so deutlich, daß man nichterst beweisen, sondern nur darauf hinweisen darf. Das warja eben der Hauptgrund und vorzüglich die Ursache, warumdie protestantische Kirche von der älteren sich losriß und ab-sonderte, weil ihre Stifter, nach den Aussprüchen der gesun-den Vernunft, nach den strengen Forderungen des Gewissens,nach den deutlichsten Belehrungen der heiligen Schrift, dieVerehrung Gottes und Jesu nicht für den Zweck selbst, wo-mit die Sache schon gut und abgcthan sei, sondern nur sürein Reiz-, Wcckungs- und Bclebungsmittel der christlichenFrömmigkeit, konnten und wollten gelten lassen. Dadurchsetzten sie diese Zeichen, diese Bilder, diese Symbole nichtherab, — wiesen ihnen vielmehr die rechte, ihnen die gebüh-rende Stelle an, damit sie, die herrlichen, der menschlichenSchwäche so ganz angemessenen, Stärkungsmittel, zu Hülfekommen, so der Geist sich freier, selbstständigcr und kräftigerbewegen, und der schwere Kampf des Glaubens und derTugend erleichtert werden möchte."
„Lasset uns, theure Brüder! in evangelischer, protestan-tischer Klarheit und Freiheit ernst und dankbar festhalten,was jene großen Männer, jene ehrwürdigen Zeugen derWahrheit, im Dienste des Herrn so thcuer und schwer