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ist klar, es leuchtet unwidersprechlich in die Augen, daß derächten christlichen Frömmigkeit der Gebrauch sinnlicher Hülfs-mittel nicht zuwider ist, — sie, weise benutzt, vielmehr sehrnützlich werden können. — Denn sehet, die Beschaffenheit un-serer Natur verlangt diesen Gebrauch; die Schöpfung umgiebtuns damit; die Kunst ladet zu ihm ein, und dem Christen-thum ist er nicht fremd."
„Doch, so einleuchtend, so groß und entschieden derWerth dieser sinnlichen Hülfsmittel an sich, als solcher, inder reinen Borstellung ist: so bedingt ist er zugleich. Nir-gends ist es leichter, zu fehlen, als in einer Sache dieser Art;bald thut man darin zu viel, bald zu wenig; bald legt manihr abergläubig einen zu großen, bald ungläubig einen zugeringen Werth bei, und die Grenzlinien zwischen beiden sindsehr zart gezogen. Alles kommt hier auf den weisen, rech-ten Gebrauch an, und worin dieser besteht, und wieer sich äußert, habe ich darum jetzt noch besonders klarzu machen. Alles hierhin Gehörige kann ich aber in diekurze Vorschrift zusammenfassen: Denket; — unterschei-det; — handelt!"
„Denket; denkt euch klar, deutlich und be-stimmt, was diese Zeichen, Bilder und Symbolesollen, und was ihr eigentlich damit wollt. Ucbcr-hört diesen Rath, diese Borschrist nicht. In keiner Sacheist es leichter und gewöhnlicher, mit dunkeln Vorstellungenund unbestimmten Begriffen sich zu begnügen, und sich wohlgar in süßer Täuschung dabei wohl zu befinden, als wo aufder feinen Grenzlinie des Sinnlichen und Uebersinnlichen dieangeregte Einbildungskraft einen so weiten und zugleich blen-