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Denn schon die Einrichtung und Beschaffenheit un-serer Natur macht nöthig und verlangt den Ge-brauch sinnlicher Hülfsmittcl. Die ganze Schö-pfung umgiebk uns mit denselben. Die Kunst ladetuns zu ihnen ein, und dem Christenthum sind sienicht fremd. Jeder dieser Punkte verdient eine besondereErörterung; laßt sie uns ruhig mit denkendem Ernste derReihe nach erwägen."
„Schon die ganze Einrichtung und Beschaffen-heit unserer Natur macht nöthig und verlangt denGebrauch sinnlicher Hülfsmittcl. Freilich würden wirsolcher sinnlicher Tugendmittcl, die durch Eindrücke von au-ßen den Verstand wecken, das Gefühl erwärmen, den Willenbestimmen wollen und sollen, gar nicht bedürfen, wir wür-den sie entbehren können und nicht vermissen, wenn wir reingeistige Geschöpfe wären. Aber in unserem höheren geistigenThcile wunderbar verbunden mit unserem Körper und dessenWerkzeugen, kann jeder Stoff des Erkennens und Empfin-dens den höheren Scelenkrästen nur durch die unteren zuge-führt werden. Unser gesammtes Wissen fängt mit Eindrückenvon außenher an, die uns vermittelst der Sinne gegebenwerden, und alle Bildung beginnt mit solchen Dingen undAnsichten, die in der Natur und in unserem Inneren sichähnlich sind, — mit Bildern, Gleichnissen, und Vergleichun-gen. Es ist ein Grundgesetz der menschlichen Seele, daß sienur im Anschauen der Wirkung sich zur Ursache, nur aufder Stufenleiter des Sinnlichen und Vergänglichen sich zumUebersinnlichen und Ewigen erheben kann. Ein jedes Er-kennen im Gebiete der Religion bleibt ein unwirksames, einjedes Wissen ein todtcs, wenn es nicht zu Gefühlen belebt