Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
Seite
319
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Aber seht, auch darin soll es in dieser herrlichen Zeitbesser werden; mehr Feierliches, mehr Rührendes, mehr An-dacht Weckendes soll bei unseren öffentlichen frommen Versamm-lungen in bedeutungsvollen uralten christlichen Symbolendurch die Sinne zu unserem Herzen sprechen. Die heiligeSchrift, die brennenden Altarleuchter, das heilige Kreuz aufdem Altar des Herrn, sollen uns ernster und nachdrücklicheran Ihn, das Heil, das Licht, den Erlöser der Welt, erin-nern, und Allem, was wir hier denken und fühlen, Allem,wozu wir uns entschließen, mehr Eindruck, mehr Salbungund eine christliche Weihe für unser Herz und Leben geben.Euch über die Absicht, den Sinn und die Bedeutung dieserAnordnung zu unterrichten, ist der Zweck meines heutigenVortrages, und ich glaube ihn nicht wirksamer erreichen zukönnen, als wenn ich unmittelbar bei der Sache selbst stehenbleibe, und euch auffordere, jetzt mit mir darüber nachzu-denken :

daß der wahren christlichen Frömmigkeitder Gebrauch sinnlicher Hülfsmittel nichtzuwider ist, ihr vielmehr, weise benutzt,sehr heilsam werden kann."

Laßt mich diese Behauptung erstlich beweisen,damit sie uns als Klarheit wahr und wichtig;dann aber auch ihren weisen Gebrauch entwickeln,damit sie uns wirklich heilsam werde."

Der Weckung und Beförderung wahrer christlicherFrömmigkeit ist der Gebrauch sinnlicher Hülfsmittel nichtzuwider, es kann ihr derselbe vielmehr, weise benutzt, sehrnützlich werden. Die Beweise für die Wahrheit dieser Be-hauptung sind nicht schwer zu finden, sie liegen dem Nach-denken nahe und begegnen ihm gleichsam überall von selbst.