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und sich besonders auch durch seine klassische Schrift: „Ueberdie Religion; an ihre Verächter," große Verdienste in dieserBeziehung erworben hat, *) machte in seiner polemischen Ab-handlung gegen die Dürftigkeit der, jedoch nur noch für zweiMilitair-Gemeinden in Potsdam und Berlin bestimmten,neuen Liturgie darauf aufmerksam, und eben dadurch bahnteer den kaum versuchsweise betretenen Weg und führte nichtnur zum Alten zurück, sondern, indem er eine Parallele zog,tiefer hinein. Dieß öffentlich in einer viel gelesenen Schriftabgegebene Urtheil eines geachteten und viel geltenden Theo-logen war der Sache, welche der christliche König wollte undim Auge hatte, günstig, und wenn Er den Tadel nicht ohneAcrger vernahm, so freuete Er sich doch, daß derselbe mehrdas Mittel, als den Zweck, traf. Er war, wie Er zu sein
*) Niemand kann den verewigten Schlcicrmacher höher schätzenund persönlich inniger lieben, als Referent, und seine wohlge-troffene Büste steht auf meinem Studirzimmer und ich sehe sieoft liebend an. Ich halte ihn für einen der vorzüglichsten undwürdigsten Männer seiner Zeit; aber überschätze ihn nicht.Seine Selbstkraft und Originalität war und blieb individuell;er formte das Christenthum, aber dieses nicht ihn. Das Alteund Neue Testament erklärte er nach seiner Einsicht, und nichtals ein Gegebenes, in seinem cigenthiimlichen Maßstäbe. Ertrug mehr hinein, als er daraus schöpfte. Er wird in derKirchengeschichtc stets genannt werden; aber nur historisch, alsein Theolog, der zwar guten Samen seiner, doch nicht allerZeiten gesäet hat. Die Schule, welche er gestiftet, wird schonin der dritten Generation aufhören. Nach ihm werden Män-ner kommen, durch deren scharfe Prüfung seine Lehre ein Re-siduum behält, welches zwar wohl der Wissenschaft, aber nichtder christlichen Kirche, als Lebcnskcim angehört. Dieß ist mein,aber nur individuelles, Urtheil.