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3,1 (1846)
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pflegte, still; gab aber das Werk keinesweges auf, hielt esvielmehr noch fester, und hegte es wärmer als zuvor. Ei-friger, als sonst, las und studirte Er in diesem Zeitpunktedie alten Liturgien und Agenden Seiner Ahnherren, der Chur-sürsten Joachim II., Johann Georg, aus den Jahren 1540,1558, 1572; Er übersah den ganzen Gang, welchen dieKirchen-Ordnung bis auf Seine Zeit genommen hatte; Erverglich damit das Werk Luthers und seiner Gehülfen; Erdurchforschte und excerpirte seine Schriften, und wurde, alsein wohl unterrichteter evangelischer Christ, der seine Bibelehrt und kennt, Seines Glaubens nicht nur gewiß, sondernwußte auch, was Er, als König, der Landeskirche in SeinerZeit schuldig war. Sein gutes umfassendes treues Gedächt-niß kam Ihm dabei zu Hülfe; Er wußte nicht nur dieSachen, sondern auch die agirendcn Personen und die Jah-reszahlen, selbst das Datum des Tages, sicher und genauanzugeben. Er war also ganz dazu geeignet, diese liturgischeReform selbst zu beurtheilen und zu leiten; Sein dauerndesInteresse für die ernste Sache ging aus Seiner Liebe für sieund Seiner gründlichen Kcnntniß von ihr von selbst hervor.Er war ganz der Mann dazu, dieß zu Stande zu bringen,und ohne»Seinen unmittelbaren Einfluß würde es nicht be-wirkt sein.

Vorzüglich lieb und Werth war und blieb Ihm dieHof- und Garnisonkirche zu Potsdam ; Er war ihr Patron,besuchte sie am Häusigsten, und in sie führte Er zuerst ein,was Er wollte und bezweckre. Er beschenkte sie mit großen,von geschickten Malern verfertigten Gemälden aus der evan-gelischen Geschichte, und schmückte den Altar mit einem neuenBehänge, mit einer Bibel in Folio, und mit einem Crucisixe,