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3,1 (1846)
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bares Zeichen eines besonderen Standes. Das winzige Päff-chcn und Mäntelchen, welches letztere übrigens auch die Kü-ster, die Leichenbittcr und Sargbeglciter tragen, will nichtviel sagen. Und nun vollends der dreieckige monströse Hut!Das Alles ist nicht würdig, nicht geistlich, sondern zu welt-lich. Die Kirche ist eine rein evangelische, wir müssen alsoaus die rcformatorische Zeit zurückgehen. Wie ist Luther undMclanchthon, meinetwegen auch Calvin,*) gekleidet gewesenim Amte? Und auch wenn er nicht darin ist, soll und darfder christliche Geistliche dasselbe nicht vergessen. Freilich wa-ren die Reformatoren an sich ehrwürdige Männer, man hattevor ihnen Rcspect, auch wenn sie im Schlafrock waren; aberein einfacher Talar ist doch anständiger und ehrwürdiger undpaßt besser zur alten Bibel, als ein moderner Frack; undein Barett sieht besser und schicklicher aus, wie ein dreieckiggestutzter Hut. Habe mir, außer dem, was ich selbst hatte,Abbildungen von Luther, Mclanchthon und Calvin von derBibliothek kommen lassen. Die Amtskleidung derselben istim Ganzen genommen die nämliche. Wollen die von Luthernehmen, und gleich ihm sollen künftig vom nächsten Christ-fest an alle evangelischen Geistlichen im Amte gekleidet sein."

Durch den Cultus-Minister wurde die Sache und dasZeug, welches zum Talar genommen werden sollte, näherbestimmt. Offenbar war die Sache gut und würdig; gleich-wohl fand sie von vielen Predigern Widerspruch und Be-

") Wiewohl der König bis zum Jahre 1817 Seiner Konfessionnach reformirt war, so sympathisirte Er doch mit Calvin nicht.Die fatale Geschichte mit Scrvet war Ihm zuwider.