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Stoffe gemacht. Beinkleider, seidene Strümpfe, spitze, mitgroßen silbernen Schnallen bedeckte, oder mit Bändernzugeknöpfte Schuhe. Die an den dicken weißen Hals-tuch gebundenen Päffchen waren schmal und kurz, ebensodas seidene Mäntelchen. Die großen Perrücken wurden klein,oder machten dem bald gepuderten, bald eingepuderten eige-nen lockigen Haare Platz. Der Hut, groß und breit, hatteeinen dreieckigen, gerade stehenden Stutz und war ein soge-nannter Stürmer; die Handschuhe mußten seidene und vonblauweißer Farbe sein. Diese Verschiedenheit in der Amts-tracht der Geistlichen siel, ob sie gleich Contraste bildete, nichtmehr auf; das Auge hatte sich schon daran gewöhnt, undwenn ältere Gemcindeglieder die alte Kleidung, so zogen diejüngern die moderne vor.
Das klar sehende und richtig scheidende Auge des Kö-nigs fand aber in solcher Verschiedenheit einen Uebelstand,der Seinen zarten Tact des Schicklichen unangenehm be-rührte. „Da steht," sagte Er, *) „an ein und demselben Altarein Prediger in altmodischer neben einem andern in mo-dern gemachter Amtskleidung. Beide tragen die Signaturihrer Zeit; das soll aber nicht sein; Beide müssen, weil siedasselbe Evangelium verkünden, auch das schon in ihremihren Stand bezeichnenden Aeußeren ankündigen. Das Aeu-ßere ist oft ein Zeichen des Inneren und die Sache ist wich-tiger und tiefer, wie sie scheint. Die Leibröcke und Frackswollen mir überhaupt nicht als Amtsklcidung gefallen, sie,auch von Anderen getragen, sind kein unterscheidendes sicht-
*) Seine eigenen Worte.