Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
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permanente Stimmung, die Ihn nie verließ. Er dachte,suhlte, lebte für diese heilige Sache, sie war Ihm eine An-gelegenheit des Herzens. Diejenigen, welche meinten, Erwürde, beschäftigt mit vielen anderen wichtigen Dingen, inSeiner Regierung sie wieder vergessen und liegen lassen, ha-ben sich sehr geirrt. Seine Seele war voll davon; Er kamimmer wieder darauf zurück; Er ermüdete nicht, als ErWiderspruch und Hindernisse erfuhr. Alles darin ging Ihmzu langsam; Er trieb den Cultus-Minister von Altenstein;Er dachte und arbeitete darin selbst; unter die copirtcn Ca-binetsvcrfügungen schrieb Er oft noch eigenhändig; Er lasund studirtc fleißig die Werke Luthers, die Geschichte der,Reformation, und in jeder Stadt- und Landkirche, die Erbesuchte, forschte Er nach alten Urkunden, und behielt, woEr fand, sie eine Zeit lang an sich; diese thätigc, unmittel-bare Theilnahme ließ auch nicht nach; sie erneuerte sich viel-mehr, und begleitete Ihn durch Sein Leben bis an's Ende.Erst nach Seinem Tode hat man aus den Papieren, die Erverschlossen in Seinem Pulte hinterließ, gesehen, wie angele-gentlich Er mit dieser Sache sich beschäftigt, wie viel Erüber sie nachgedacht, excerpirt und geschrieben hat. Dießmuß man wissen, wenn man dkc eifrige Betreibung nicht alsein Werk der sogenannten Hoftheologen, sondern als desKönigs eigenes, richtig beurtheilen will. Niemand konnte esIhm vielmehr recht und zu Danke machen, und es ist gewiß,daß ohne Seine unmittelbare Einwirkung und Leitung diekirchliche Reform nie durchgedrungen und in's Leben einge-treten sein würde. Es betraf aber dieselbe die Amtsklei-dung der Geistlichen; die Liturgie; die Agende; dieUnion der Kirche.