Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
Seite
295
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aber nie ergründen wird. Er wußte es, wie der positiveGlaube an die Göttlichkeit des Christcnthums, besonders beider gewaltsamen Ausbreitung desselben, den Aberglauben undseine Intoleranz bei ganzen Völkern herbeigeführt; aber dervom hellsehenden Sack empfangene christliche Religionsunter-richt und Sein eigenes Herz bewahrten Ihn vor aller Schroff-heit und Stagnation. Er war fest, und doch dabei mild;unbeweglich, und schritt doch vorwärts; Seiner Sache ge-wiß, und ließ doch der Ansicht Anderer, auch wenn sie ent-gegengesetzt war, Gerechtigkeit widerfahren; mit einem Worte,Er steht da als ein evangelischer Christ in Grundsätzen undGesinnung.

Bei dieser Stimmung des Gemüthcs und dieser Rich-tung des Lebens war Ihm die Kirche, und besonders dieprotestantische, oder wie Er lieber wollte und sagte, die evan-gelische, ein Sanctuarium, in welchem ihre Schätze niederge-legt und verwahrt waren. Er betrachtete dieselbe als eingöttliches Institut, das unter der Regierung und Leitungihres Stifters und Herrn stehe. Ihn sah Er als das Hauptderselben, und Alle, die sich zu ihr bekannten, als Gliedereines organischen Körpers an; ihn verehrte Er als den Hei-land der Welt und als Seinen eigenen; Sein Verhältnißzu ihm war ein persönliches, und erst darin ein sachliches;darum hielt Er es für Pflicht, nicht bloß des Beispiels we-gen, sondern aus Bcdürfniß, den sonn- und festtäglichenVerehrungen regelmäßig beizuwohnen und das heilige Abend-mahl zu feiern. In der andächtig versammelten Gemeindesah Er das seelenvolle Bild der Gemeinschaft und Einheitunter Einem Herrn und Meister, und gern ruhete Sein Augeauf der jungen ersten Liebe zu Ihm, in welcher Alle, die sieerwärmte, Ein Herz und Eine Seele waren.