Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
Seite
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Alles, was man von der Heeresmacht sieht, hört und er-fährt, trägt die Signatur der Zeit, wiewohl mehr als 36Friedensjahre dazwischen liegen, in welcher sie ihre Wieder-geburt erlebte. Jeder, der Soldat ist, ist es mit Lust undFreudenz es ist eine Schande, es nicht gewesen zu sein, undeine Ehre, die Waffen getragen zu haben. In jeder Anzahlneu ankommender Rekruten verjüngt sich der Militärdienst,und die Eingeübten gehen nach wenigen Jahren, stark undgesund, an bildender Erfahrung reicher, in die Heimath nachden Ihrigen zurück. In diesem Wechsel liegt der Reiz derNeuheit, und das Baterland nimmt inzwischen zu an streit-baren jugendlichen Kräften. In Kraft und froher Lebenslustbesteht die Landwehr, und ihr nicht störendes kurzes Exercie-ren hält die Körper und ihre Bewegung leicht, behende, undtactfertig. Die ganze Nation, vom 18ten Jahre an bis zumZftsten, ist streitbar und jeden Augenblick fertig, in denKrieg zu ziehen. Die Losung:Mit Gott, für König undVaterland," lebt in ihrem tiefen Sinne in jedem Herzen.Diese schlagen fest, treu und ruhig, und männlicher Ernstist bei Vorgesetzten und Untergebenen der vorherrschende Cha-rakter. Man übertreibt nicht, sondern sagt die Wahrheit,wenn man die ganze Nation eine heroische nennt; und dieserHeroismus ist um so gediegener, je ruhiger und stiller er ist,verschwistert mit den gleichförmigen Geschäften des täglichenBerufes in der Stadt und auf dem Lande. Jeder geringeTagelöhner, jeder Handwerker, jeder Kaufmann, jeder Beamte,Bürger und Landmann, vergißt es nicht, und kann es nichtvergessen, daß er auch Soldat ist, und was er ist, und waswir geworden, sieht er am eisernen Kreuze auf der Brustdessen, der in seiner Werkstätte arbeitet, oder hinter demPfluge hergehet. Wie unsere Väter von dem Siebenjährigen