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Söhnen, wenn der König zu den Waffen ruft, das sein undleisten, was die Väter leisteten und waren? Die PreußischenSoldaten stehen, seit sie bei Montmartre und Waterloo fochten,ehrenwerth da, lind an ihren Namen knüpft sich wieder derRuhm alter Tapferkeit; werden sie auch in Zukunft ebensotapser sein und dasselbe leisten? Das ist die Frage; und sieist nicht müßig und leer, weil es dabei nicht allein auf diemilitairische Form, sondern mehr noch auf den Geist ankommt,der sie beseelt. Und dieser ist der Geist der gesunden Ver-nunft und Humanität, der Ordnung und Zucht, der KZisscn-schaftlichkeit und Sittlichkeit, der Tugend und christlichenGottesfurcht, der die Gesammtheit beseelt, so daß er denganzen Körper durchdringt und seine Natur geworden ist.So lange dieser gute Geist regiert, ist es nicht möglich, daßjemals für Preußen wiederkomme ein schmählicher Tag, wieder 14te October 18W. Aber es ist auch nicht wahrscheinlich,daß jemals wieder auf dem Schauplatze der Welt erscheine einzweiter Napoleon, mit diesem Glück und dieser Maßlosigkeit.Der harte, höhnende Uebermuth desselben hatte tief verschlosseneinen rächenden Ingrimm, einen glühenden Haß in demHerzen eines jeden Preußen erzeugt, und Alles brach in helleFlammen aus, als Friedrich Wilhelm III. rief und Sein Volksammelte. Dieser Enthusiasmus war allgemein; er durch-drang jede Seele, er stählte jeden Arm, er stärkte jedes Knie,und seine Explosion, welche losbrach und nur den Tod oderSieg wollte, that Wunder und führte die glänzendsten Re-sultate herbei. Hier bestätigte sich das Grundgesetz in derKörper- und Geisterwelt: „So groß die Ursache, so groß dieWirkung." (lZuauta est actio, tanta est reactio.) SolcheElasticität in ihrer Springkraft war in ihrer Entstehungund Ausbildung nicht bloß sachlich, sondern auch persönlich.