Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
Seite
266
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") Von Salzbrunn aus zum Erstenmal das Ricsengebirge besu-chend, fragte ich einen am Wege pflügenden Schlesischen Bauer:Wie heißt das hier und wem gehört das?" Und ich erhielt dieAntwort:Der Herr wird doch von unserem Grafen Gneisenauund seinem Erdmannsdorfs gehört haben?

Der Fcldmarschall Fürst von Blücher ist zu den Väterngegangen; mit ihm sein treuer Gefährte und Nachfolger, dergeistreiche Gneisenau. Von allen Heroen, die im Freiheits-kampfe Heere führten und Schlachten gewonnen, lebt fastkeiner mehr. Die jungen Männer, welche den Krieg mit-machten und tapfer fochten, sind zum Theil in den Jahrendes langen Friedens gestorben, die Armee in ihren kräftigstenGliedern und Führern ist also der Mehrzahl nach eine ganzneue geworden, die den Krieg in seinen Leistungen und Stra-pazen gar nicht kennt, und für die Alten sind dieselben inder Regel eine Last. Wird die jetzige Heeresmacht in ihren

machen." Diese milden Königlichen Worte waren die letzteFreude, die Blücher auf Erden hatte; bald nachher starber. Der König und Sein Haus war zwar auf diese Todes-nachricht vorbereitet; aber als sie nun eintraf, war Er tiefbetrübt und trauerte um den Entschlafenen wie »um einentreuen Freund. Er war von Herzen betrübt über diesenVerlust, welchen Er, das Land und die Armee, erlitten;Er ehrte das Andenken und den Ruhm des Unvergeßlichenwie und wo Er nur konnte, und bewies dieß auch durch dieAufmerksamkeit und Auszeichnung, die Er bei jeder Gelegen-heit seiner Gemahlinn, der verwittwcten Fürstinn Blücher,bewies.