Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
Seite
265
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haben. Er hat ihm Seine Gunst und Zufriedenheit bis an'sEnde erhalten und Seine Theilnahme an Allem, was ihn be-traf, unverändert bewahrt. Dieser drückte Er das Siegelauf, als Er selbst ihn besuchte, da er auf dem Sterbebettelag. Der König Friedrich Wilhelm III. am SterbebetteBlücher's welch' eine rührende Lebensscene! was Allesliegt darin! O! der vielfach Geprüfte kannte diese ernsthasteStellung aus eigener oft gemachter Erfahrung. Man kannund darf auf Ihn anwenden das gemächliche Wort:WieEr geliebt hatte die Seinen, so liebte Er sie bis an's Ende."Das Ende Blücher's war nach einem thatenreichen, viel be-wegten Leben gekommen und der letzte Kampf in der Nähe;ausgestreckt und matt lag der lebenskräftige Mann da aufseinem Lager und der letzte Feind zerstörte und löste auf/Das hippocratische Angesicht drückte sich in seiner Eigenthüm-lichkeit in allen veränderten Zügen der sonst kräftigen Hcl-denphysiognomie aus, und der sonst Beredte war still imGefühl der nahen Ewigkeit. Der Sterbende richtete mitAnstrengung aller noch übrigen Kräfte sich auf und entblößtesein ehrwürdiges Haupt, als der König mit dem Kronprinzenin das Zimmer kam und an das Bett hintrat. Er gab demtreuen Diener die Hand, und hielt in stummer Rührung siefest. Mit Liebe und Theilnahme ihn ansehend, sprach Er kurze,abgebrochene Worte des Trostes unö der Hoffnung: erinnertean die Jahre des langen Schmerzes, an die der Ehre undFreude, wobei das Vaterland in gerechter Anerkennung dasMeiste ihm verdanke.Gott," sprach bewegt der König,hat Sie, lieber Blücher, wunderbar durch Drangsale aufden Gipfel des Ruhmes geführt, und wie die Mitwelt, sowird die Nachwelt Ihren Namen mit Bewunderung undDank nennen. Der Allmächtige wird Alles mit Ihnen wohl